Unser Getränkelexikon

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Biere

 

Biere

Obergärige Biere

 sind Biere, die mit obergäriger Hefe hergestellt werden. Das heißt die Hefezellen setzen sich in einer Schicht auf der Oberfläche ab. Der Gärprozess erfolgt zwischen 15 und 20 Grad Celsius.
 

Alkoholfreie Biere

 besitzen oftmals eine geringe Menge Restalkohol unter 0,5 Gewichtsprozent. Erst seit 2006 ist es möglich, Alkoholfreies Bier mit 0,0% Alkoholanteil herzustellen.  

Helles

 ist ein untergäriges Bier mit einer Stammwürze zwischen 11 und 13% und einem Alkoholgehalt zwischen 4,5 und 6%.
 

Spontangärige Biere

sind Biere, denen keine Hefe zugesetzt wird. Um die Gärung anzuregen werden die örtlichen, frei in der Luft fliegenden Hefesporen genutzt. 

Biermischgetränke

 sind Biere, die mit anderen Getränken gemischt werden. In der Regel handelt es sich um Mischungen mit einem Bieranteil von wenigstens 50%. Die bekannteste Variante dürfte das Radler sein.


 

Kellerbier / Zwickl

ist in der Regel untergärig. Es ist ein ungefiltertes und dadurch naturtrübes Bier in dem noch alle natürlichen Schweb- und Trübstoffe enthalten sind. Zudem ist es ein ungespundetes Bier und besitzt daher einen geringen Kohlensäureanteil.


 

Untergärige Biere

 sind Biere, die mit untergäriger Hefe hergestellt werden. Das heißt die Hefezellen setzen sich nach dem Gärprozess auf den Boden ab. Der Gärprozess erfolgt zwischen 4 und 9 Grad Celsius. Daher ist diese Brauart erst seit Erfindung der Kältemaschine ganzjährig möglich.

 

Export

ist ein untergäriges Vollbier mit einer Stammwürze zwischen 12 und 14%. Der Alkoholgehalt liegt etwas über 5%. Ein Export kann hell oder dunkel sein.​
 

Kölsch

ist ein helles obergäriges Vollbier mit einer Stammwürze von 11,3% und einem durchschnittlichen Alkoholgehalt von 4,8%.

Lager

 ist untergäriges Vollbier mit einer Stammwürze zwischen 11 und 14 % und einem Alkoholgehalt zwischen 4,6 und 5,6 %. Im Gegensatz zum Pils ist Lager nur schwach gehopft.

 

Schwarzbier

 ist ein meist untergäriges, dunkles Vollbier. Es hat eine Stammwürze von min. 11 % und, in der Regel, einen Alkoholgehalt zwischen 4,8 und 5 %. Die Farbgebung entsteht meist durch die Verwendung dunklen Braumalzes oder Röstmalzes.

 

Pils

ist ein untergäriges Lagerbier mit erhöhtem Hopfenanteil und einem Stammwürzgehalt von max. 12,5 %.

Rauchbier

 kann sowohl unter- sowie obergärig gebraut werden. Das benötigte Malz wird unter Holzfeuer getrocknet, wodurch es das typische Raucharoma annimmt. 

Altbier

 ist ein dunkles obergäriges Vollbier mit einer Stammwürze von 11,5% und einem durchschnittlichen Alkoholgehalt von 4,8%.

 

 Weitere Informationen erhalten Sie bei dem deutschen Brauer Bund.
 

 

Erfrischungsgetränke

Brausen

 sind kohlensäurehaltige Erfrischungsgetränke. Anders als Fruchtsaftgetränke, Fruchtschorlen und Limonaden können Brausen auch künstliche oder naturidentische Aroma- und Farbstoffe enthalten.


 

Fruchtsaftgetränke

weisen je nach Sorte, einen Fruchtgehalt von mindestens 6 - 30 % auf. Dazu kommen Wasser und natürliche Aromen, eventuell Zucker und Genuss-Säuren.

Fruchtschorlen

sind Mischungen aus Fruchtsaft bzw. Fruchtmark und Wasser. Sie haben einen Fruchtgehalt von mindestens 50 %. 

Limonaden

sind alkoholfreie Erfrischungsgetränke aus Trinkwasser, natürlichem Mineralwasser oder Quell- und/oder Tafelwasser versetzt mit Aromaextrakten und/oder natürlichen Aromastoffen sowie in der Regel Citronensäure. Des Weiteren sind sie meist mit Kohlensäure versetzt und weisen einen Zuckeranteil von mindestens 7 % auf. Nach dieser Definition zählen auch Colagetränke und viele Energydrinks zu den Limonaden

 

 

 

 Weitere Informationen erhalten Sie bei der Wirtschaftsvereinigung Alkoholfreie Getränke.
 

 

Säfte

Fruchtsäfte

 weisen einen Fruchtgehalt von 100 % auf. Selbst wenn dies nicht explizit auf dem Etikett vermerkt ist.
 

Fruchtsaftgetränke

weisen, je nach Sorte, einen Fruchtgehalt von mindestens 6 - 30 % auf. Dazu kommen Wasser und natürliche Aromen, eventuell Zucker und Genussäuren. 

Fruchtschorlen

sind Mischungen aus Fruchtsaft bzw. Fruchtmark und Wasser. Sie haben einen Fruchtgehalt von mindestens

50 %. 

Fruchtnektare

 weisen, je nach Sorte, einen Fruchtgehalt von 25 - 50 % auf. Der Fruchtgehalt wird immer auf dem Etikett angegeben.  

 Weitere Informationen erhalten Sie bei dem Verband der deutschen Fruchtsaft-Industrie e. V. (VdF).
 

 

Wasser

Heilwasser

 wird seit jeher als Naturheilmittel genutzt. Es unterliegt dem Arzneimittelgesetz, ist aber frei verkäuflich. Durch die besondere Kombination an Mineralstoffen besitzt es eine vorbeugende, lindernde oder heilende Wirkung, welche wissenschaftlich nachgewiesen werden muss. Es gelten dieselben Bestimmungen wie für Mineralwasser und muss direkt am Quellort abgefüllt werden. 


 

Mineralwasser

stammt aus einem unterirdisch geschütztem Wasservorkommen. Es ist ursprünglich rein und wird daher nicht nachträglich desinfiziert,  und wird direkt an der Quelle abgefüllt. Es wird regelmäßig auf seine geologischen, chemischen und hygienisch-mikrobiologischen Eigenschaften geprüft und kontrolliert. Jedes Mineralwasser muss amtlich anerkannt sein. 

Quellwasser

stammt aus unterirdischen Wasservorkommen. Es unterliegt den Anforderungen für Trinkwasser. Wird direkt an der Quelle abgefüllt und kontrolliert. Im Unterscheid zum Heil- oder Mineralwasser muss es nicht ursprünglich rein sein und bedarf keiner amtlichen Anerkennung.  

Tafelwasser

 ist im Normalfall kein reines Naturprodukt. Es wird aus verschiedenen Wasserarten sowie anderen Zutaten hergestellt. Tafelwasser darf folgende Stoffe enthalten: Trinkwasser und natürliches Mineralwasser, Natursole (besonders salzreiches Wasser) oder Mineralwasser mit erhöhtem Salzgehalt, Meerwasser, Natriumchlorid und weitere zugelassene Zusatzstoffe. 

 

 

 Weitere Informationen erhalten Sie bei dem Handelsverband für Heil- und Mineralwasser.
 

 

Weine

Roséwein

ist Wein aus roten Trauben, deren Most sofort nach der Ernte von den Beerenhäuten getrennt wurde. Deshalb ist er rosé- oder lachsfarben.
 

Weißherbst

ist Roséwein, der nur aus einer einzigen Rotweinsorte bestehen darf und ein Qualitätswein bestimmter Anbaugebiete (QbA) oder mit Prädikat sein muss. 

Rotling

entsteht durch die Mischung von Weißwein- und Rotweintrauben oder deren Maische, die gemeinsam abgepresst werden müssen (seine Farbe ist wie die von Weißherbst oder Roséwein, blassrot bis hellrötlich).

Rotwein

wird aus rotgekeltertem Most gewonnen. Der Farbstoff wird durch Maischegärung oder -überhitzung gewonnen. 

Weißwein

darf in Deutschland lediglich aus weißen Trauben hergestellt werden.

 Weitere Informationen erhalten Sie bei der Deutsches Weininstitut GmbH.
 

 

Schaumweine

Cava

ist eine geschützte Herkunfts-bezeichnung für Schaumweine aus Spanien. 
 

Champagner

wird nur aus Trauben des Anbaugebietes der Champagne und nur in festgelegten Gebieten dieser französischen Provinz hergestellt. Für weißen Champagner müssen die Rebsorten Pinot Noir, Pinot Meunier und die Chardonnay-Traube verwendet werden.

Crément

ist ein Schaumwein, die nur leicht schäumt. Ihre Herkunft ist auf die Anbaugebiete Burgund, Champagne, Elsass und Loire beschränkt. Zur Herstellung von Crémants dürfen nur Weine aus der Appellation D’Origine Contrôlée verwendet werden. 

Sekt

wird in Deutschland vorwiegend im Großraumgärungs-Verfahren hergestellt. Rieslingweine eignen sich besonders gut dafür. Deutscher Qualitätsschaumwein bestimmter Anbaugebiete (b.A.) muss zu 100 % aus Wein aus einem der 13 deutschen Weinanbaugebiete hergestellt werden.

 

 

Spurmante

heißt der italienische Schaumwein. Die Minimalanforderungen an Spumante sind mindestens 11 % Alkohol und 2,5 bar Kohlensäure-Druck. Liegt der Druck darunter, handelt es sich um Frizzante.

 Weitere Informationen erhalten Sie bei dem Lebensmittellexikon.
 

 

Spirituosen

Brand

ist eine Spirituose, die aus einer vergorenen Maische durch Destillation gewonnen wird. Dabei kann es sich beispielsweise um Kornbrand, Obstbrand oder Weinbrand handeln.
 

Likör

ist nach EG-Recht eine Spirituose, die einen Mindestzuckergehalt, ausgedrückt als Inventurzucker, von 100g pro Liter aufweist. Die Palette der Liköre unterscheidet sich je nachdem, welche Zutaten zur Erzielung der gewünschten Geschmacksnote beigegeben werden. 

Tequila

wird aus dem Inneren der blauen Weber-Agave gewonnen, welche unter Dampf gegart wird. Daraufhin folgt eine Entsaftung. Der gewonne Fruchtsaft wird gegärt. Dieser wird mindestens zweifach destilliert. Die meisten Tequilas haben 38 bis 40 % Alkoholvolumen, es gibt jedoch auch Tequilas mit deutlich höherem Alkoholgehalt.

Cognac

ist ein Weinbrand, der aus Weißweinen gewonnen wird. Der Name darf nur für Weinbrände aus dem gleichnamigen französischen Erzeugungsgebiet verwendet werden.

Obstgeist

unterscheidet sich von Obstbrand insofern, dass hier die frischen, unvergorenen Früchte in Ethylalkohol eingelegt (mazeriert) werden. Dabei wird den Früchten der Geschmack und das typische Aroma entzogen. Anschließend wird das Mazerat destilliert.

Whisk(e)y

ist eine Spirituose, die mittels Destillation aus einer Getreidemaische gewonnen wird. Ein Whisk(e)y muss mindestens drei Jahre in Holzfässern lagern und einen Mindestalkoholgehalt von 40 % vol. aufweisen. 

Gin

darf nach EU-Verordnung ausschließlich mit Ethylalkohol aus landwirtschaftlichen Erzeugnissen hergestellt werden. Meist ist dies Getreide. Seinen charakterlichen Geschmack erhält er vor allem durch die Wacholderbeere und Koriander. Die Aromatisierung des Gins erfolgt während der Destillation.

 

Rum

wird ausschließlich durch alkoholische Gärung und Destillation aus der Herstellung von Rohrzucker stammender Melasse oder seltener vom Saft des Zuckerrohrs selbst gewonnen. Nach der Destillation wird der Rum einige Zeit in Eichenholzfässern oder Tanks aus Stahl gelagert. Der Mindestalkoholgehalt beträgt 37,5% vol.

 

Wodka

ist eine meist farblose Spirituose aus Gerste, Roggen, Weizen oder Kartoffeln mit einem Alkoholgehalt von mindestens 37,5 % vol. 

Alle Angaben ohne Gewähr